Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung

Bei den Krankheiten Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung handelt es sich um besonders schwere Infektionskrankheiten. Auch wenn sie seit Einführung der Schutzimpfung stark zurückgedrängt werden konnten, kommt es bei fehlendem Impfschutz immer noch zum Auftreten dieser Infektionen. Besonders Keuchhusten wird derzeit wieder sehr häufig beobachtet. Auch Fälle von Tetanus und Diphtherie sind zuletzt in Österreich wieder aufgetreten. Die Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung ist von entscheidender Bedeutung, um sich vor diesen schwerwiegenden Krankheiten zu schützen.

Informationen zu den Erkrankungen:

Diphtherie ist eine gefährliche Infektionskrankheit, verursacht durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae. Es befällt typischerweise die Schleimhäute von Rachen, Mund und Kehlkopf und produziert das gefürchtete Diphtherietoxin. Dieses Toxin (Gift) kann über die Blutbahn streuen und schwere Schäden an verschiedenen Organen verursachen, darunter Atembeschwerden, Herzprobleme, Lähmungen und Nierenschäden. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion, insbesondere beim Niesen oder Husten, oder direkten Kontakt. Trotz adäquater Behandlung mit Gegengift und Antibiotika führt die Erkrankung immer noch in 5 bis 20 Prozent der Fälle zum Tod.

 

Tetanus, auch bekannt als Wundstarrkrampf, wird durch das Bakterium Clostridium tetani verursacht. Es führt zu schweren Muskelkrämpfen und Atemproblemen. Die Bakterien gelangen durch Wunden (unabhängig von der Schwere der Verletzung) in den Körper und produzieren Toxine, die die Nerven beeinträchtigen.

 

Keuchhusten (Pertussis) ist eine schwerwiegende Infektionskrankheit der Atemwege, verursacht durch das Bakterium Bordetella pertussis. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion. Die Krankheit ist besonders gefährlich für Säuglinge und Kleinkinder, da sie zu langanhaltenden Hustenanfällen führt, die sogar tödlich enden können. Symptome bei Erwachsenen verlaufen meist milder und äußern sich in hartnäckigem Husten.

 

Kinderlähmung, auch bekannt als Poliomyelitis, wird durch das Poliovirus verursacht und kann zu Lähmungen der Arme, Beine und der Atmung führen. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Schmierinfektionen. Dank erfolgreicher Impfprogramme wurde Polio weltweit stark zurückgedrängt. Dennoch ist es wichtig, hohe Durchimpfungsraten aufrecht zu erhalten, um ein Wiederauftreten von Erkrankungsfällen zu verhindern.

 

Weiterführende Informationen

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